Sportstätten
| Frauen Landesliga |
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| Geschrieben von: Jörn Lehmann |
| Freitag, den 11. November 2011 um 11:28 Uhr |
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Quelle: az-online.de: Innerhalb von nur acht Tagen kreuzen die Uelzener Frauen-Landesligateams zweimal die Klingen Hoffnungsvoll gegen hoffnungslosUelzen/Barum. Auf dem Papier ist die Sache klar: Der Tabellenvierte der Frauen-Fußball-Landesliga empfängt den punktlosen Letzten. Anders gesagt: MTV Barum gegen Teutonia Uelzen – das Kreisderby am Sonntag, 10 Uhr, im Waldstadion.
Das letzte Duell der beiden Kreisrivalen gab es im April: Beim 4:2-Auswärtssieg hatte Barums Danica Schön (rechts) das bessere Ende für sich und Janine Pretzlaff das Nachsehen. Foto: B. Klingebiel Eine Woche später stehen sich beide Teams erneut gegenüber. Im Bezirkspokal-Achtelfinale. Dann hat Teutonia den Titelverteidiger im Sportpark zu Gast. Die Voraussetzungen für das Ligaspiel hätten unterschiedlicher nicht sein können. Auf der einen Seite stehen die Barumerinnen auf einem sehr guten vierten Rang. Sie könnten mit einem Heimsieg einen Punkt an die beiden vor ihnen platzierten Teams aus Harsefeld und Bassen herankommen. Auf der anderen Seite befindet sich Teutonia Uelzen schon fast in einer aussichtslosen Lage – Tabellenletzter, abgeschlagen, zehn Spiele, zehn Niederlagen, 13 Punkte Rückstand auf den rettenden neunten Platz. Da kommt das Derby gerade recht. Das Team von Oda Haupt hatte in dieser Saison riesiges Verletzungspech und konnte die vielen fehlenden Spielerinnen nicht kompensieren. „Wir haben oft sehr gut mitgehalten, aber es hat nie gereicht, um am Ende Punkte einzufahren“, erklärt die Trainerin. Besonders der Ausfall von Top-Torjägerin Kerstin Barge (Bandscheibenvorfall) schmerzt. Oft musste das Team mit nur elf oder zwölf Spielerinnen anreisen und verlor Partien dann in der Schlussphase. Mit 13 Zählern Rückstand auf das rettende Ufer benötigten die Blau-Gelben schon ein sportliches Wunder, um auch in der kommenden Saison noch in der Landesliga spielen zu können. „Wir hoffen immer noch. Wir können schlecht die Saison schon bereits zur Hinrunde abschenken“, gibt sich Haupt kämpferisch. Vielleicht platzt der Knoten ja im Derby gegen Barum? In der vergangenen Saison verloren die Teutonen beide Spiele gegen den MTV (1:6 und 2:4). Diese Serie soll, geht es nach den Barumerinnen, auch am Sonntagvormittag noch Bestand haben. MTV-Trainer Michael Schulz ist nach einem Krankenhausaufenthalt und wieder dabei und will am Sonntag auf Gehstützen an der Seitenlinie stehen. Zuvor hatte Teammanager Joachim Schön aushilfsweise das Team gecoacht. Schön wird im Juni sein zehnjähriges Jubiläum als Betreuer, Trainer und „Mädchen für alles“ im Team feiern. Im Juni 2002 hatte er erstmal eine Mädchenmannschaft beim Männer-Turnverein Barum aus der Taufe gehoben. Aus dieser Riege sind vier Frauen immer noch am Ball: Danica Schön, Christine Meier, Catjana Wendt und Laura Bytof. Schön holte 2006 mit den damaligen C-Juniorinnen die niedersächsische und die norddeutsche Meisterschaft. 2007 starteten die Barumerinnen dann in der Frauen-Kreisliga. Seit drei Jahren spielen sie nun in der Landesliga. Mit dem Gewinn des Bezirkspokals 2011 feierte der MTV seinen größten Erfolg. Und auch in der laufenden Saison stehen die Blau-Weißen mit Platz vier schon wieder prächtig da, obwohl nur noch die Hälfte des Kaders zur Verfügung steht. Laura Bytof (Neuseeland), Frauke Meyer (Frankreich), Anna Westergaard (Kanada) weilen im Ausland, Laura Buchhop (Magdeburg) und Jennifer Struck (Göttingen) stehen aufgrund ihres Studiums nur unregelmäßig im Kader. Dazu sind Janine Schlichting und Jasmin Papenburg weiterhin verletzt. Schulz: „Wir sind froh, schon so viele Punkte geholt zu haben. In der Rückrunde werden vermutlich noch weniger Spielerinnen dabei sein.“ Der Fokus liegt jetzt erstmal auf den beiden Duellen gegen Teutonia. „Klar sind wir Favorit, aber Derbys haben immer ihre eigenen Gesetze. Die Teutoninnen sind immer sehr kampfstark. Sollte ihnen ein frühes Tor gelingen, wird es für uns sehr schwer“, vermutet der MTV-Trainer, der aber auch weiß, dass es für den Titelkampf vermutlich nicht ganz reichen wird. Schulz: „Wir wollen weiter oben dabei sein, aber ein Weiterkommen im Pokal hat bei uns Priorität.“ Von Alexander Barklage |
